von Michael Röthlin:
Nach den vergangenen zwei Unentschieden war das Spiel gegen die SG Fürstenland Handball eine klare Angelegenheit, wenn auch zu Ungunsten der HSG Nordwest. Die Partie ging mit 48:35 (26:16) verloren.
Im Grossen und Ganzen laboriert die HSG immer noch an ihrer Deckung rum. Denn, wenn es möglich ist, 35 eigene Tore zu werfen, müsste ein Erfolgserlebnis grundsätzlich in Griffnähe sein. Bekommt man aber deren 48, ist das einerseits nicht die Idee dieser Sportart, andererseits aber eine Hypothek, die wohl nur in absoluten Ausnahmefällen abbezahlt werden kann. Die anstehende, zweiwöchige Spielpause kommt dabei gelegen, um weiter an den Grundfähigkeiten der Abwehrkunst arbeiten zu können.
Hoch anzurechnen war den Nordwestschweizern der emotionale Auftritt während der zweiten Halbzeit. Ungeachtet des Spielstandes war nun richtig Alarm auf der Bank, was dazu führte, dass die einflussreichste Teamleistung für einmal jenseits der Spielfeldgrenze zu finden war. Dies wiederum machte auch den Auftritt auf dem Feld etwas stärker. Mit dem 22:19 aus Halbzeit Zwei konnte man irgendwie sogar umgehen.
Das Kompliment geht trotzdem raus nach Gossau. Für ihren tollen Auftritt wurden die Fürstenländer mit zwei verdienten Punkten belohnt.